Formel E: Nachwuchstalente überzeugen beim Rookie-Test

20 Fahrer testen GEN3 Evo – Naël und Bedrin setzen Bestzeiten | Frauen im Fokus der Nachwuchsförderung

Nach dem Madrid E-Prix stand in der Formel E der Nachwuchs im Mittelpunkt: Beim traditionellen Rookie-Test am Circuito del Jarama erhielten 20 Nachwuchsfahrer die Chance, die aktuellen GEN3 Evo-Fahrzeuge unter realen Bedingungen zu testen.

Über den Tag verteilt standen den Talenten sechs Stunden Fahrzeit zur Verfügung – aufgeteilt in zwei Sessions. Ziel: Erfahrung sammeln, Daten liefern und sich für höhere Aufgaben im Cockpit empfehlen.

Naël setzt Maßstab am Vormittag

Die schnellste Zeit des Tages ging an Théophile Naël (Mahindra Racing). Der Franzose dominierte die Vormittagssession mit einer Zeit von 1:29.216 Minuten und führte dabei sogar ein Mahindra-Doppel an: Teamkollege und Reservefahrer Kush Maini folgte direkt dahinter.

Auf den weiteren Plätzen überzeugten die beiden DS Penske-Fahrer Nikita Bedrin und Daniil Kvyat, während sich Zak O’Sullivan (Envision) trotz eines Ausflugs ins Kiesbett auf Rang fünf platzieren konnte.

Auch bekannte Namen aus anderen Serien machten auf sich aufmerksam:

  • Théo Pourchaire (Citroën)
  • Ayhancan Güven (Porsche, DTM-Champion)
  • Abbi Pulling (Nissan)
  • Richard Verschoor (Lola Yamaha ABT)

Bedrin schnellster Mann am Nachmittag

In der zweiten Session setzte Nikita Bedrin (DS Penske) die Bestzeit des Nachmittags mit 1:29.250 Minuten. Damit blieb er knapp hinter Naëls Tagesbestmarke, bestätigte aber die starke Form von DS Penske im Rookie-Test.

Der Fokus lag jedoch nicht ausschließlich auf schnellen Rundenzeiten: Viele Teams nutzten den Tag intensiv für Entwicklungsarbeit, Energiemanagement-Tests und Setup-Vergleiche.

Frauenförderung bleibt zentrales Thema

Ein besonderer Fokus lag erneut auf der Förderung weiblicher Talente. Vier Fahrerinnen aus dem Women’s Test Programm waren ebenfalls im Einsatz:

  • Abbi Pulling (Nissan)
  • Ella Lloyd (Envision)
  • Juju Noda (Jaguar)
  • Bianca Bustamante (CUPRA KIRO)

Das Programm ist Teil einer langfristigen Strategie von FIA und Formel E, um den Zugang von Frauen zum professionellen Motorsport weiter zu verbessern.

Die schnellste Frau des Rookie-Test: Abbi Pulling im Nissan Formula E Team Auto. (Bild: Formel E/Jed Leicester/LAT Images)

Mehr als nur ein Test – Blick in die Zukunft

Der Rookie-Test gilt als wichtige Plattform für die nächste Generation. Viele heutige Stammfahrer der Formel E haben hier erste Erfahrungen gesammelt.

Auch in Madrid wurde deutlich: Der Nachwuchs ist bereit – und bringt Tempo, Technikverständnis und Anpassungsfähigkeit auf höchstem Niveau mit.

Wie geht es weiter?

Die Formel E macht nun Station in Deutschland:
📅 Berlin E-Prix – 2. & 3. Mai 2026
📍 Tempelhofer Feld

Titelbild: Formel E

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