Nach zwei intensiven Testtagen startet die GB3 Championship an diesem Wochenende erstmals auf dem Red Bull Ring. Vor dem Qualifying liegen die Favoriten eng beieinander.
Mit dem Red Bull Ring betritt die GB3 Championship an diesem Wochenende Neuland. Erstmals gastiert die Nachwuchsserie auf der Formel-1-Strecke in Spielberg. Nach sechs Testsessions am Donnerstag und Freitag zeichnet sich bereits ab: Der Kampf um die Pole Positions und die drei Rennsiege dürfte enger werden als je zuvor.
Bedrin reist als Favorit nach Österreich
Nach seinem starken Wochenende auf dem Hungaroring bleibt Nikita Bedrin der Mann, den es zu schlagen gilt.
Der VRD-Racing-Pilot führt die Meisterschaft nach vier Saisonsiegen mit deutlichem Vorsprung an und unterstrich seine Ambitionen auch beim Abschlusstest am Freitag. Dort setzte der Italiener die Bestzeit und war damit der schnellste Fahrer des zweiten Testtages.
Fairclough und Rehm ebenfalls stark
Am Donnerstag gehörte allerdings Deagen Fairclough das Tempo.
Der Hitech-Pilot war in zwei der drei Sessions Schnellster und führte die Zeitenliste nach dem ersten Testtag an. Nur 32 Tausendstelsekunden dahinter folgte Rodin-Pilot Maxim Rehm, während Bedrin den Tag auf Rang drei beendete.
Auch am Freitag blieb Rehm konstant schnell und belegte hinter Bedrin und Gastfahrer Oliver Wheldon den dritten Rang. Der Deutsche wartet zwar weiterhin auf seinen ersten Saisonsieg, gehört nach den Testeindrücken aber erneut zum engsten Favoritenkreis.
Pulling mit konstant starkem Tempo

Auch Abbi Pulling zeigte sich über beide Testtage hinweg in guter Form.
Die Rodin-Pilotin beendete den Donnerstag auf Platz neun der Gesamtwertung und steigerte sich am Freitag auf Rang fünf. Besonders in der letzten Session setzte Pulling mit der Bestzeit noch einmal ein Ausrufezeichen und dürfte damit ebenfalls ein Kandidat für die vorderen Startreihen sein.
Nach dem wechselhaften Wochenende in Ungarn, an dem sie einen vierten Platz, aber auch zwei Ausfälle hinnehmen musste, soll in Österreich der nächste Angriff auf das Podium folgen.
Das Feld rückt immer enger zusammen
Auffällig war vor allem die enorme Leistungsdichte.
Am Freitag trennten die zehn schnellsten Fahrer lediglich 0,673 Sekunden, die ersten 17 Piloten lagen sogar innerhalb von nur 0,835 Sekunden. Damit dürfte bereits das Qualifying am Samstagmorgen zu einer der spannendsten Sessions der bisherigen Saison werden.
Drei Rennen warten
Wie gewohnt entscheidet das zweiteilige Qualifying über die Startaufstellungen für die ersten beiden Rennen.
Das dritte Rennen wird erneut im Reverse-Grid-Format ausgetragen. Dabei werden die kombinierten Qualifyingzeiten herangezogen und die schnellsten zwölf Fahrer in umgekehrter Reihenfolge aufgestellt – ein Format, das in dieser Saison bereits mehrfach für spektakuläre Aufholjagden gesorgt hat.
Mit Bedrin, Rehm, Fairclough, Pulling und Hungaroring-Sieger Flynn Jackes gibt es gleich mehrere Fahrer, die sich berechtigte Hoffnungen auf die ersten Siege der GB3-Geschichte am Red Bull Ring machen dürfen. Nach den Eindrücken der Testtage spricht vieles dafür, dass sich der Kampf um die Pole Positions und die drei Rennen erst in den letzten Minuten entscheiden wird.
Titelbild: TBR MEDIA/Tim Brünjes
