Formel E stellt Rekordkalender für GEN4-Ära vor

21 Rennen, neue Strecken und neues Rennformat ab 2026/27

Die Formel E geht mit der Saison 2026/27 in eine neue Dimension: Mit insgesamt 21 Rennen in 13 Städten präsentiert die Serie ihren bislang umfangreichsten Kalender – und läutet gleichzeitig die neue GEN4-Ära ein.

Neben neuen Strecken und einem erweiterten Rennformat markiert die kommende Saison einen deutlichen Entwicklungsschritt für die vollelektrische Weltmeisterschaft.


Neue Strecken und Rückkehr zu Klassikern

Erstmals stehen gleich mehrere neue Austragungsorte im Kalender:

  • Austin (COTA, USA)
  • Zandvoort (Niederlande)
  • Brands Hatch (Großbritannien)

Damit setzt die Formel E stärker auf klassische Rennstrecken, ohne ihre Wurzeln im Stadtkurs-Format vollständig aufzugeben. Ziel ist es, die gesteigerte Performance der neuen Fahrzeuggeneration optimal nutzen zu können.

Der Saisonstart erfolgt im Dezember 2026 mit einem Nacht-Doppelrennen in Jeddah, das Finale steigt im Juli 2027 in Tokio.


GEN4: Deutlich mehr Leistung und neue Möglichkeiten

Mit der Einführung der GEN4-Fahrzeuge erreicht die Formel E einen neuen technischen Höhepunkt. Die Fahrzeuge leisten künftig bis zu 600 kW (über 800 PS) im Attack Mode und verfügen erstmals über permanenten Allradantrieb.

Auch die Beschleunigung setzt neue Maßstäbe: 0 auf 100 km/h in rund 1,8 Sekunden. Gleichzeitig bleibt Nachhaltigkeit ein zentraler Bestandteil – unter anderem durch vollständig recycelbare Komponenten und optimierte Energiekonzepte.


Neues Rennformat sorgt für mehr Vielfalt

Mit der neuen Saison wird auch das Rennformat erweitert. Neben dem klassischen E-Prix, bei dem Strategie und Energiemanagement im Fokus stehen, wird ein neues Format eingeführt:

  • E-Prix: klassisches Rennen mit Strategieelementen
  • E-Prix Unleashed: kürzeres, performance-orientiertes Rennen ohne PIT BOOST

Damit sollen innerhalb eines Wochenendes zwei unterschiedliche Renncharaktere entstehen – taktisch und rein auf Geschwindigkeit ausgelegt.


Kalender mit globalem Fokus

Die Saison ist in regionale Abschnitte gegliedert, um Logistik und Emissionen zu reduzieren. Stationen führen die Serie unter anderem nach:

  • Mexiko-Stadt, Miami und São Paulo
  • Sanya und Shanghai
  • Berlin, Monaco, London und Madrid

Insgesamt ergibt sich ein eng getakteter Rennkalender mit mehreren Double-Header-Wochenenden.


Neuer Hersteller sorgt für zusätzliche Konkurrenz

Mit Opel stößt ein weiterer großer Hersteller zum Feld hinzu. Das Unternehmen wird erstmals in der GEN4-Ära an den Start gehen und erweitert damit die Liste der Werksteams, zu denen bereits Marken wie Porsche, Jaguar, Nissan, Mahindra und Citroën gehören.


Einordnung

Die Kombination aus mehr Rennen, leistungsstärkeren Fahrzeugen und neuen Formaten zeigt, wohin sich die Formel E entwickelt: weg vom reinen Stadtrennen hin zu einer globalen High-Performance-Serie mit stärkerem Fokus auf Geschwindigkeit und Technologie.

Mit der GEN4-Ära beginnt damit nicht nur eine neue technische Phase, sondern auch ein struktureller Wandel der Meisterschaft.

Bildquellen: Formula E

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